Okt
29
Samstag

Soul, R&B, Rock und Jazz

Lichtentanne – Schmelztiegel nennt die in Houston/Texas geborene Della Miles ihre Musik. Wie wahr! Da kommt so einiges zusammen, wofür sie froh und dankbar ist, es erlebt zu haben, im Houston- und Westernhagen-Background. Nein, traurig sei sie nicht, dass es vorbei sei. „Nun ist Zeit, mein Ding zu machen. Raus aus der zweiten Reihe, die Eleonore in der Oper singen, in Paris oder Luzern in der Philharmonie, mit der eigenen Band touren, live, am liebsten in Clubs wie diesen, alles einfließen lassen!“ Wohl auch, weil ihr Sängerinnen-Dasein einst in der väterlichen Musik-Bar begann.

Treffender als ein Schmelztiegel kann das Konzert, das sie am vergangenen Samstag im St. Barbara in Lichtentanne gab, auch nicht bezeichnet werden. Es bot einen Mix hauptsächlich aus Soul, R&B und Jazz, einer gelegentlichen Prise Reggae, Funk und Hardrock und eine internationale, an jedem Instrument topp besetzte Band. Sie war es auch, die der Hauptakteurin des Abends einen Auftritt verschaffte, wie bei den ganz Großen (zu denen sie von ausnahmslos allen Besuchern nach diesem Musikerlebnis zweifelsohne hinzugerechnet wird). Drummer, Bassist, Keyboarder und Gitarrist zelebrierten ein Vorspiel, zu dem schließlich Miles die Bühne betritt und „Locomotive breath“ schmettert. Es folgen neben einigen Titeln von ihren bisher zwei erschienen Platten weitere Stücke bekannter Interpreten und Gruppen (Jessie J, Coldplay, Morissette, Harrison) irgendwie mit einem Hauch Motown-Sound und Erinnerungen an Tina-Turner-Klassiker oder ihrem Vorbild Whitney Houston versehen. Zugeschnitten und arrangiert sind allesamt auf das unwahrscheinlich breite Stimmspektrum der Lady, die nicht über ihr Alter sprechen will, weil – sie ist „gesund und glücklich, auf der Bühne stehen zu können, das reicht.“

Genau, denn sie bringt neben dem absoluten Beherrschen ihrer betörend klaren Stimme auch diese Erfahrung mit, das Timbre, nicht aufdringlich laut den Raum füllen zu wollen, sondern ihn mit wohl dosiertem Gefühl ergreifend auch noch zu begeistern. Der Saal genießt darum jedes Stück bis auf den letzten Ton, allerdings schon darauf wartend, endlich für das Gehörte fleißig Applaus geben zu dürfen. Den gibt´s ebenso am Ende für Solos von Julien Avril (g), Simon Pauli (b), Carly Quiroz (key) und dem „farbigen Koloss“ an den drums, ehe in der Zugabe nach „I Will Always Love You“ beiderseits nichts mehr hinzuzufügen bleibt. uhe

Nicht nur, weil Della Miles als sympathische Künstlerin rüberkommt, wickelt sie das Publikum um den Finger – viel mehr durch ihre tolle Stimme. Foto: uhe

Okt
26
Mittwoch

Das deutsch-amerikanische Singer-Songwriter Duo und Vorspiel ab 19:30 Uhr mit HELGEN

Sarah and Julian sind ein deutsch-amerikanisches Singer-Songwriter Duo. Als Kinder bekamen die Geschwister Unterricht an Klarinette und Trompete, das Klavier- und Gitarrespielen brachten sie sich im Teenageralter selbst bei und begannen, eigene Musik zu schreiben. Ihre ersten Songs nahmen die Geschwister im kleinen Homestudio des Vaters auf, einem leidenschaftlichen Singer-Songwriter und Multi-Instrumentalisten, der in jungen Jahren aus Kalifornien nach Deutschland auswanderte.

Die Musik von Sarah and Julian und der Zusammenklang ihrer beiden Stimmen schaffen Atmosphären wie warme, dunkle Räume, die den Zuhörer umhüllen und in sich einschließen. Dieses Gefühl zieht sich wie ein roter Faden von den Folksongs “Like a Letter” und “White Lips” bis hin zu Songs mit Indie-Einschlag wie “We Are Mayflies”. Ihre Songs sind – und dies lässt sich unbedingt verallgemeinern – von einer präzise auf den Punkt gedachten Grandezza, wie man es bei Album-Debütanten nicht allzu häufig findet. Nichts ist zu viel, alles hat seinen Platz und Sinn, jeder Ton kleidet den jeweiligen Song noch schöner und dynamischer aus.

Sarah and Julian waren bereits im Vorprogramm von Tocotronic, Enno Bunger, Gisbert zu Knyphausen, Balthazar, I Am Kloot und Other Lives zu sehen. Das im April erschiene Debütalbum „Birthmarks“ präsentierten sie auf einer ausgiebigen Tournee und machen nun auch in St.Barbara Station.

Kennengelernt haben sich die Hamburger HELGEN beim Musik-Studium in Hannover. Der Popkursus an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater motivierte die drei Musiker dann später zur Bandgründung.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=51 (400)

Okt
17
Montag

A Sound of Electro Jazz - Lounge und Downbeat | Drum&Bass | Dancefloor beeinflussten Jazzrock | space-ige Jazzballaden | Jazzhouse

Schöne Melodien. Grooves. Mit ganzer Hingabe gespielt. Toute La Force spielen elektrische Musik zwischen Jazz, Latin und Pop. Mal untermalen clubtaugliche Beats die Eigenkompositionen des Quartetts, mal mischen sich Samples in fast kammermusikalischen Jazz. Die vier Musiker spielen improvisierte Musik nicht der Solos wegen. Sie wollen Geschichten erzählen, mal überraschend, mal klischeehaft. Jedenfalls aber kurzweilig und leidenschaftlich. Eben Toute La Force!

Okt
15
Samstag

SingerSongwriter und Gitarrenvirtuose aus Kanada - Random Acts Of Tuning

Seine Kunst ist zugleich eine Mischung aus explosiver Musikalität und intimer Nähe, ausdrucksvoller Spieltechnik und rührendem Gesang. Mit seiner souveränen 3-Oktaven-Stimme und hervorragender Gitarrenvirtuosität überzeugt und begeistert er ein internationales Publikum seit vielen Jahren. Ein unbedingtes MUSS für alle Freunde und Kenner handgemachter Musik!

Michael wuchs in Vancouver in einer Familie von Musiker(inne)n auf. Vom ersten Tag an hörte er Folk, Worldmusic, Rock und klassische Musik; mit vier Jahren begann er das Klavierspiel. Sein Vater spielte Flöte in diversen Orchestern und leitete eine Folkband. Die Familie zog nach Berlin, wo sich der Vater an der renommierten Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ dem Dirigentenstudium widmete, während Michael seine lebenslängliche und „besessene“ Liebe zur Gitarre entdeckte. Nach einem Zwischenspiel in Toronto kehrte Michael nach Berlin zurück, um an der gleichen Musikhochschule zu studieren. Während dieser Zeit gastierte er als Solokünstler und Mitwirkender in verschiedenen Bands in mehreren europäischen Ländern und wurde als angesehenes Mitglied in die internationale Musikergemeinschaft aufgenommen.

Als er in den 80er Jahren nach Vancouver heimkehrte, verließ er vorübergehend die Bühne und komponierte Film- und Fernsehmusik, gab Gitarren- und Kompositionsunterricht und Workshops. Ab 1992 führte er drei Jahre lang Musikregie für eine der renommiertesten Sendungen des kanadischen Fernsehens, „Front Page Challenge“ (Canadian Broadcasting Corporation C.B.C.). In dieser Zeit schuf er über 120 Kompositionen für diese angesehene Show. Auch begann er wieder live aufzutreten. Er brachte drei Solo-Alben heraus, auf denen er sich kritisch und mit vielfarbigen musikalischen Mitteln privaten und gesellschaftlichen Themen. Die CDs erhielten ausgezeichnete Kritiken sowohl in Nordamerika als auch in Europa. Seitdem stehen Konzertreisen nach Europa und insbesondere nach Deutschland für jedes Jahr auf dem Programm.

Als Extragast ist die Sängerin MEA dabei und wird so für einen besonderen musikalischen Farbtupfer sorgen.

Okt
10
Montag

New directions in South Italian Folk Music (Italien)

Das Ensemble Adria aus Lecce am italienischen Stiefelabsatz und nur rund 70 km gegenüber der albanischen Küste schreibt die traditionelle Musik neu. Es verbindet auf ungewöhnliche Weise traditionelle süditalienische Musik mit albanischer Musik. Mit Tarantellas, Liebesliedern und Volksweisen spannt sich in einem facettenreichen Konzertabend ein begeisternder Bogen von vertrauten Klängen zu neuen Musikwelten.

Bandleader Claudio Prima entlockt dem diatonischen Akkordeon Töne mit atemberaubender Virtuosität. Rachele Andrioli ist eine bemerkenswerte Sängerin mit ausdrucksstarker, kraftvoller Stimme aus diesem Süden. Ergänzt werden beide durch Emanuele Coluccia mit staunenswertem Enthusiasmus und Humor am Saxophon und Francesco Pellizaris gekonnt und akzentuiert gesetzter Percussion.

Wenn sich Temperament und Leidenschaft zweier südländischer Kulturen vereinen, ist ein mitreißendes Konzert garantiert, berauschend wie das Tosen der Meeresbrandung.

Die 2005 gegründete Band besteht aus Musikern welche schon mit vielen anderen

Gruppen und Künstlern der italienischen und europäischen Musikszene zusammengearbeitet haben (u.a. BandAdriatica, Kocani Orchestra, Boban Markovic Orchestra, Eva Quartet,Lovano, Joe Zawinul, Paul Motian, Bill Frisell, John McLaughlin, George Garzone, Eric Harland, Pat Metheny).

Rachele Andrioli – Gesang, Tamburin

Claudio Prima – diatonisches Akkordeon, Gesang

Francesco Pellizzari – drums & percussion

Emanuele Coluccia – Sopran-, Tenorsaxophon & Querflöte

Okt
08
Samstag

Alternative Country & Folk (Kanada) Support: Gizmo Varillas (Spanien)

Back to the roots! Madision Violet kehren zurück zum Sound ihrer Anfänge – Alternative Country mit Lagerfeuer-Atmosphäre.

MADISON VIOLET haben beschlossen ihre Fans mit einer BACK TO THE ROOTS-Tournee zu überraschen, das bedeutet eine „stripped down acoustic show” entweder im Duo, oder im Trio, OHNE E-Gitarren, Synthies und Drum-Kit, zurück zur „Lagerfeuer-Romantik” der ersten so überaus erfolgreichen Tourneen!

Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac, bekannt als Madison Violet zählen unbestritten zu den besten Singer/Songwritern Kanada.

Sie gehören mit Sicherheit, was Konzerte und Tourneen anbelangt, weltweit zu den fleißigsten Künstlern überhaupt. Seit Anfang des Millenniums sind sie beinahe ununterbrochen »on the road« - 200 Konzerte im Jahr sind dabei eher die Regel als die Ausnahme. Wenn das mehrfach preisgekrönte oder für renommierte Auszeichnungen wie den kanadischen Juno Award nominierte Duo nicht auf der Bühne steht und mit seinen zwischen Alternative-Country, Folk, Bluegrass und Akustik-Pop changierenden Songs sowie seinem unschlagbaren Charme das Publikum verzaubert, dann nehmen Madison Violet neue Songs auf.

Okt
03
Montag

Ein Mix aus Minimal Music, elektronischer Musik, Pop sowie klassischer Musik

Angelehnt an die Idee, dass sich digitale elektronische Musik aus Nachbildungen von realen, akustischen Vorgängen und Klängen speist, gründete der Leipziger Pianist und Komponist Philipp Rumsch im vergangenen Jahr ein elfköpfiges Ensemble, und kreierte eine Musik, in welcher er diese Klangsprache abstrahierte und auf eine Gruppe aus realen Musiker übertrug, um damit eine Art von Umkehrprozess zu bilden.
Außerdem suchte Philipp Rumsch ästhetische Gemeinsamkeiten mit anderen Stilen
und mischte somit Elemente aus Minimal Music, elektronischer Musik, Pop sowie klassischer Musik und verband diese mit dem Prinzip der Improvisation.
Dabei erarbeitete er eine Klangsprache, deren Einflüsse von Perotin über Erik Satie und Steve Reich bis hin zu Brian Eno, Aphex Twin sowie James Blake reichen.
Die Musik dieses Ensembles ist von Reduktion sowie der Überlagerung repetitiver Strukturen geprägt, und erzeugt so eine dichte Atmosphäre, die im selben Moment sowohl Stillstand als auch Entwicklung suggeriert und damit die Linearität von Musik in Frage stellt. Dabei verfließen ständig die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation.
Das Ensemble besteht sowohl aus Musikern der Leipziger und Berliner Jazzszene als auch aus klassischen Musikern und eröffnet durch seine ungewöhnliche Besetzung neue Klangwelten, die scheinbar widersprüchliche Assoziationen verbinden.
Besetzung:
Erik Leuthäuser - Gesang, Effekte
Vincent Hahn - Trompete, Flügelhorn
Antonia Hausmann - Posaune
Matti Oehl - Altsaxophon
Sebastian Wehle - Bassklarinette, Klarinette
Franziska Ludwig - Cello
Joshua Lutz - Vibraphon, Live Elektronik
Markus Rom - Gitarre
Paul Brauner - Kontrabass
Maximilian Stadtfeld - Schlagzeug, Klavier
Philipp Rumsch - Klavier, Komposition
Okt
01
Samstag
Das Gunthersblumer Schlossgut Schmitt stellt 6 seiner prämierten Weine im Rahmen des vom Förderverein St. Barbara e.V. veranstalteten Weinfestes vor.
Sep
28
Mittwoch

Die lettischen Indie-Pop-Elfen - Ambient/Indie-Pop/Neo Folk aus Riga

In ihrer Heimatstadt Riga haben Sus Dungo mit ihrem verträumten und frischen Neo-Folk bereits die Charts der lokalen Radiosender erobert: Die sechs „lettischen Indiepop-Feen“ klingen wie eine frische Frühlingsbrise und zelebrieren auf ihrem zweiten Album „Down The River“ himmlische Harmoniegesänge. Das Sextett hat sich nach der ersten Gitarre von Sängerin Diana Sus benannt. „Dungo“ heißt auf Lettisch einfach nur „Summen“. Diana Sus sagt zum Bandnamen: „Ich war immer schon davon fasziniert, welche Klänge im ganzen Körper entstehen, wenn man summt. Und Summen ist häufig ein Zeichen dafür, dass man glücklich und auf entspannte Weise frei ist“. Sus Dungo hat also verschiedene Bedeutungen: Eine summende Gitarre oder einfach nur jemand, der die Vibration der Klänge unter der Haut spürt und sich dabei superlebendig fühlt!

Die sechs jungen Künstlerinnen haben sich vor einigen Jahren zufällig in Riga getroffen. Sie kommen aus ganz verschiedenen musikalischen Hintergründen. Was sie eint, ist die Lust an der spielerischen Improvisation mit einer Vielzahl von Instrumenten: Banjo, Ukulele, E-Gitarre, Flöte und Akkordeon, um nur einige zu nennen. Vergleiche zur putzmunteren norwegischen Damenkapelle Katzenjammer sind nicht ganz verkehrt – nur klingen Sus Dungo viel zarter, elfenhafter und ätherischer. Sus Dungo haben auf ihrem ersten Album noch in ihrer Muttersprache gesungen, aber der Zweitling „Down The River“ ist auf Englisch eingespielt worden. Mit einer Ausnahme: Im Chanson „A La Claire Fontaine“ verneigen sich die Musikerinnen anmutig vor der reichen französischen Volkslied-Tradition. Die Musikerinnen, von der lettischen Presse als die „jungen Frauen mit den Blumen in den Haaren und den grünen Herzen“ bezeichnet, legen hier trotz Kleinorchester-Besetzung ein federleichtes Album vor. Im vielleicht schönsten Song
„Circles“ geht es um die Freude am Lebendig-Sein. Mit schwungvollen Tracks wie „Pocket“ zeigen Sus Dungo übrigens, dass sie einem flotten Tanzschritt nicht abgeneigt sind und rockig aufdrehen können.
Live sind Sus Dungo übrigens ein Ereignis von magischer Intensität!

https://www.youtube.com/watch?v=0GRERhUkiLs (404)

Sep
22
Donnerst.

Wieder stehen Schlagzeug, Verstärker, E-Piano und Mikros bereit. Ihr braucht nur Gitarren, Bässe, Sticks, Gebläse o.a. mitbringen - und los geht´s. Den Musikstil bestimmen die Teilnehmer. Nur Zuhören ist aber auch möglich.

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