Vergangene Events
Rich Hopkins and the Luminarios
Rich Hopkins wurde am 10.01.1958 in Texas, USA, geboren. Drei Jahre nach seiner Geburt zog seine Familie nach Tucson, Arizona, wo Hopkins seine Kindheit verbrachte und die High School besuchte. Nach dem College meldete sich Rich Hopkins 1981 als Freiwilliger beim US-Friedenskorps, um in Paraguay bis 1983 als Entwicklungshelfer mit der ländlichen Bevölkerung (Bauern) zu arbeiten.
Rich Hopkins ist als Gitarrist und Songschreiber gereift. Seine Musik verkörpert den romantischen Südwesten der USA in Rock’n’Roll-Form, wüstensturmartige Songs mit unwiderstehlichen Hooks und viel Herz. Durch diese Songs pumpt das Blut in einer Art, die deutlich macht, dass für Hopkins nichts mehr zählt als der Song. Diese Musik ist so etwas wie die hörbar gemachte Entsprechung von Regenschlieren in Sandstein – voller zeitloser Schönheit, in anmutig wechselhafter Form, aber stets formbar, kräftig und voller Wucht.
Sicher, das mag wie die üblichen Übertreibungen in einer Künstler-Bio klingen, doch überall in der Welt gibt es ansehnliche Zuschauermengen, die Hopkins schon seit Jahren als Lebensretter des Wüstenrocks sehen, die sein Gitarrenspiel und seine rauen, idealistischen Songs seit seiner Major-Label-Zeit mit den Sidewinders (später umbenannt in Sand Rubies) in den späten 80ern und mit Rich Hopkins & Luminarios lieben. Auf knapp zwei Dutzend Alben, alle überzeugend und subtil-dramatisch wie ein sich aufschaukelnder Monsun und trotzdem voller Freude.
Unterwegs begegnete er der Texanerin Lisa Novak, einer Songschreiberin, deren Art, Geschichten zu erzählen, an gute Kurzgeschichten erinnert und deren Songwriting und Stimme wie eine staubige Mischung aus Emmylou Harris und Aimee Mann klingen – obwohl derlei Vergleiche nie die ganze Wahrheit abbilden.
Hopkins und Novak musizieren seit 2006 miteinander, geheiratet haben sie mittlerweile auch. Sie haben zusammen an fünf Luminarios-Alben gearbeitet. Das Album My Way Or The Highway bewegt sich zwischen rootsig schönem Boy-Girl-Rock’n’Roll, Garagenrock, hartem Country-Rock und sogar Hip Hop. Nicht einfach, das hinzukriegen.
Konzertfotos: Uwe Pabst
Ann Vriend
Neo-Soul und Singer-Songwriter-Pop
Ann Vriend fiel uns 2017 im "Gepäck" der Rooster Davis Group mit ihrer expressiven, kraftvoll und soul-getränkten Stimme auf. In ihrem ersten SOUND BARBARA Konzert, während ihrer Europa-Tour ließ Ann keinen Zweifel daran aufkommen, dass wir hier eine Sängerin mit "Ausnahmestimme" eingeladen hatten. Musikalisch deutlich ruhiger als im letzten Jahr und eher im Stil einer Singer-Songwriterin, beeindruckten ihre Songs auch Dank der selten zu hörenden Kombination aus Keyboard und Bassgitarre, die immer für den notwendigen Groove sorgte. Auch dank der sehr charmanten Zwischentexte, in die Ann ihre in Deutschland gelernten Vokabeln (Stau & kostenlos) einbaute, bleibt uns der Abend ganz sicher in sehr guter Erinnerung. Das wir mit dieser Auffassung nicht alleine sind, beweist auch der langanhaltende Beifall, die geforderten Zugabenund die vielen CD`s und LP`s, die Ann Vriend an diesem Abend verkaufte.
Jamsession
Wieder stehen Schlagzeug, Verstärker, E-Piano und Mikros bereit. Ihr braucht nur Gitarren, Bässe, Sticks, Gebläse o.a. mitbringen - und los geht´s. Den Musikstil bestimmen die Teilnehmer. Nur Zuhören ist aber auch möglich.
Distant Bells
Pink Floyd Tribute
Den Sound der legendären Pink Floyd stilsicher und qualitativ hochwertig auf der Bühne zu reproduzieren ist für Musiker jederzeit eine Herausforderung. Distant Bells aus dem tschechischen Brno sind acht perfekte MusikerINNen, die sich dieser Aufgabe mit Erfolg angenommen haben. Die achtköpfige Band covert Pink Floyd mit einer Vielzahl an live gespielten Instrumenten mit 3 Gitarren, 6 Gesangsstimmern, 2 Keyboards, Bass, Drum und Saxophon. Dazu erwartet den Besucher eine ausgeklügelte Lichtshow mit vielen überraschenden Effekten. Die Gründung dieser Formation erfolgte 2003 im Rahmen eines Großmusicals „The Pink Floyd Odyssee“ am Theater der Stadt Brno. Das aktuelle Repertoire spannt einen Bogen mit Songs vom ersten Album („Astronomy domine“), über „Money“ von „The dark side of the moon“ bis hin zu acht Songs vom letzen Album „Division bell“. Inclusive 3 Solonummern von Rick Wright und David Gilmour kann die Band sagenhafte 68 Nummern der Originale nachspielen.
https://www.youtube.com/watch?v=ihWviyBi59g (404)
Doña Oxford
Zwickau – „The Boogie Woogie-Woman kommt!“ hieß es vergangenen Dienstag in Lichtentanne. Und sie kam und begeisterte im sich auch noch während ihres Konzerts stetig füllenden Saal des St. Barbara - Doña Oxford. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Rhythm and Blues, Rock’n’Roll und Soul, ihrem kraftvollen Engagement an den Tasten als auch ihrer außergewöhnlichen, gefühlvollen und leidenschaftlichen Stimme brachte die auch als „Goddess of Soul & Boogie Woogie" oder „Queen of the Keyboard“ Bezeichnete das Publikum zum Kochen.
Doña Oxford - nicht im Mississippi-Delta, aber außerhalb eines Krankenhauses an der Ritzy Upper West Side von New York auf einem Parkplatz auf dem Rücksitz eines alten Chevrolet geboren, bekam mit Fünf ein Ein-Oktave-Spielzeug-Klavier geschenkt. Das inspirierte sie derart, richtig Klavier spielen zu lernen, dass die heute 50-Jährige bereits mit sechszehn ihr erstes Konzerte gab und wenig später mit Arthur Neilson ihre erste Band gründete - Oxford Blues. Danach stand sie als Keyboarderin mit Musikergrößen wie Keith Richards, Van Morrison, Roger Daltrey, Ginger Baker und mit ihrem Vorbild Johnnie Johnson im Studio oder auf der Bühne.
Auf der Bühne im St. Barbara geht´s sofort „in die Vollen“, präsentiert die Frontfrau (sie steht mit ihrem E-Piano mittig vor ihren zwei auch Backgroundchor gebenden Gitarristen, dem Bassisten und dem Drummer) einen Querschnitt ihrer vier veröffentlichten Alben. Ob gefühlvoll leise bis kräftig laut aber stets klar singend, die 88 Tasten ihres Instruments am liebsten noch um einige erweiternd. Sie singt von Respekt, dem hastigen Alltag, natürlich von der Liebe und schmettert zum Ende des ersten Teils einen Boogie Woogie, für den dann doch das wesentlich mehr Zustimmung verdient habende Konzert zu wenig Platz lässt, um den dazu nötigen Schwung austanzen zu können. Nach der Pause gibt´s auch einen Gospel und etwas Blues zu hören. Bei allem überzeugt auch ihre angesagte, junge britische Band, von denen jeder ebenfalls seine Soli erhält, Doña aber final stets den i-Punkt setzt. Dass sie auch jammen kann, beweist sie „The River“ wo sie u.a. Teile von Satisfaction, Smoke on the water, You really come in und Seven Nation Army einschmuggelt. Am Ende heißt´s Don´t go – aber sie wird wieder kommen und wieder einen mitreißenden Konzertabend bieten. uhe
Text: Udo Hentschel Fotos: Michael lebek, Udo Hentschel
https://soundcloud.com/doenutz37/step-up
TOBY
Die charismatische Powerfrau aus Down Under
Eine charismatische Ausnahmekünstlerin mit einer unverkennbaren Stimme - kraftvoll, warm und ausdrucksstark.
Ihre Musik ist sowohl im Folk/Roots als auch im Rock oder Pop zu Hause. Jazz- und Latin - Liebhaber fühlen sich ebenso bei ihr aufgehoben wie Soul- und Bluesfans. Und selbst sanfte Reggae-Einlagen sind nicht ungewöhnlich!
TOBY’s Shows sind energiegeladen, zutiefst emotional und leidenschaftlich – gleichzeitig aber auch fröhlich. Tanzgarantie inklusive! Und natürlich bezaubert sie immer wieder mit ihrem hinreissenden Lächeln. Die Chemie zwischen ihr und dem Publikum stimmt und macht jede Show so einzigartig und unvorhersehbar. Ehrlich, rau, lebhaft, ungezähmt – das ist TOBY!
In der Vergangenheit spielte sie auf Festivals bereits neben Stevie Wonder, Alicia Keys, Blondie und Xavier Rudd und noch zusammen mit Etta James.
Sie bestritt unter anderem das Vorprogramm von Sheryl Crow, John Mellencamp, Paul Kelly, Brandy, The Indigo Girls, Luka Bloom, Pete Murray und dem John Butler Trio.
Toby wird immer wieder schnell zum Publikumsliebling – egal ob als Headliner auf großen Festivalbühnen oder in kleinen, intimen Clubs. Eine Powerfrau mit Herz!
Postcards
Postcards sind eine Folk-Rock/ Dream Pop Band aus Beirut (Libanon), die 2012 gegründet wurde. Ihr Stil orientiert sich am englisch-amerikanischen Folk Rock, man könnte es auch Neo-Folk nennen. Gestartet in Beiruter Pubs spielte die Band inzwischen in Jordanien, Dubai, Großbritannien, Frankreich, Porugal und Italien. Sie standen mit Beirut und Angus and Julia Stone auf einer Bühne, konnten auch schon auf diversen Festivals. auftreten.
Julia Sabra (ukulele, mandolin, guitar and vocals)
Marwan Tohme (guitars and vocals),
Pascal Semerdjian (drums, harmonica, and vocals)
Rany Bechara (bass, keyboard and vocals).
Elizabeth Lee´s Cozmic Mojo
Texas Roots Rock (USA, I)
„Als sexy Texas-Mama wirbelte Elizabeth Lee und "Cozmic Mojo" ordentlich Staub auf. Geradlinige, steil nach vorn gehende Stücke sorgten vor und auf der Bühne für zunehmend exstatische, ausgelassene Stimmung. Gnadenlos ließ Elizabeth Lee die schweißtreibenden musikalischen Hexereien ihrer italienischen Mojo-Crew auf das Publikum los, gab dem Kultursommer einen lodernden, lebendigen, lauten Schub besten Rock-Zunders.“ – SÜDTHÜRINGER ZEITUNG
Mit ihren handfesten, schweißtreibenden Songs, staubtrocken groovend wie die texanische Wüste, bietet Elizabeth Lee’s Cozmic Mojo eine geballte Ladung aus pulsierendem Texas Roots Rock gepaart mit Blues und einigen Spritzern Soul, Gospel, Funk und Psychedelic Folk. “Elektrisierende, geschmeidige Gitarrensounds, mal orientalisch angehaucht, mal erdig im Roots-Midtempo schwingend, viele rhythmische Rasseln und über allem Elizabeth Lees lasziv-rauchiger, eindringlicher Gesang.”
Getragen von ihrer mitreissenden Band Cozmic Mojo um den renommierten römischen Gitarristen Luca Gallina, sorgt die aus Pasadena, Texas stammende Frontfrau für wahre Begeisterungsstürme. Die Band begleitet sie mit keinem Lick zu viel und keiner Note zu wenig und lässt dabei der Stimme von Elizabeth Lee immer den nötigen Platz. Gallinas geniale Gitarrenriffs und Matteo Mantovanis melodisch groovende Basslinien bilden eine eng verschlungene Einheit, die durch die minimalistischen Beats von Schlagzeuger Mattia Bertolassi perfekt ergänzt wird. Das scheinbar mühelose Zusammenspiel aller drei ist aufregend, voller Überraschungen und macht einen Riesenspass. Zusammen mit dem unwiderstehlichen Charme der Frontfrau entsteht eine geballte Ladung feinstem Southern Frequency Roots Rock - packend, sexy und im besten Sinne unterhaltsam.
Fotos: Michael Lebek
Elizabeth Lee | vox & percussions
Luca Gallina | guitars & vocals
Matteo Mantovani | bass & vocals
Mattia Bertolassi | drums, percussions & vocals
Melanie Dekker
Folk-Pop aus Kanada
Wie kann man die kommenden Osterfeiertage besser einläuten, als mit einem tollen Konzertabend.
Nach 2,5 Jahren Abstinenz war Melanie Dekker wieder zu Gast im Kulkturzentrum St. Barbara in Lichtentanne und hatte wie immer die Sonne im Gepäck. Jeder Platz in der old Lady war ausgefüllt. Die Schamesröte stieg Melanie bei ihrem bekannten Opener „Blush“ nach all den Jahren auf der Bühne nicht ins Gesicht. Das Eis war gebrochen und Melanie schöpfte im Verlauf des Konzertes aus ihrem großen Repertoire ihrer Songs aus aktuellen und vergangenen Alben. Ich wage zu behaupten, sie ließ keinen Favoriten ihrer Fans aus.
Mit Vicky Sjohall (Gesang, Gitarre) als ihre Backgroundsängerin mit ebenso grandioser Stimme und Multitalent an verschiedenen Instrumenten, sowie Elliot Polsky (Percussion), als neue Besetzung und beide ebenfalls aus Vancouver erklangen ihre Lieder teils auf eine neue erfrischende Art und Weise, jedoch immer mit Melanie's unverkennbarer persönlicher Note.
Nie fehlen darf ihr Titel "Worry gets you nowhere", den ein Gast nicht treffender als mit "Ärger bringt dich nirgendwo hin" hätte übersetzen können. "At the junkyard" würde als deutsches Lied mit dem Titel "Schrottplatz" nicht gehört werden - "Wer will so was schon hören" scherzte Melanie. Nicht so in engl. Sprache. Auch die Geschichte hinter dem Song "Until the wind stops blowin' " , kurz "The Denmark Song" erzählte uns Melanie. Nämlich, dass sie mit ihrer Band in Eiseskälte in Dänemark auf einem Open-Air-Festival spielte, während zuvor der Wind die Bühne ins Wasser fegte und die Dänen auch noch bei gefühlten Minusgraden an ihrem Eis schleckten.
All diese kleinen kurzen Geschichten zwischen und zu den Songs lassen das Publikum schmunzeln und die Gäste lauschen gespannt Melanie's Anekdoten. Gespannt durfte auch Melanie an diesem Abend sein. Einige Fans überraschten sie bei ihrem Song "Flowers" mit Rosen auf der Bühne, die ihr immer dann zu Füßen geworfen wurden, als der Songtitel "Flowers" im Refrain bzw. im Lied zu hören war. Ein wunderschönes Szenario. Was passte im Anschluss besser als ihr Song" Like Roses".
Dies sollte nicht die einzige Überraschung an diesem Abend gewesen sein, denn schon in der 2. Konzerthälfte folgte die Antwort auf die "Rosenkavaliere" in einem Song "Lichtentanne". Mal schnell in der Pause von Melanie, Elliot und Vicky aus dem Ärmel gezaubert. Sie besorgten sich Informationen von seitens der Gäste über das Alter der Kirche, Lichtentanne's Einwohner und verfassten so ein "Liebeslied" an das Lichtentanner Publikum. Was für ein emotionaler Moment. Aber hört im nachfolgenden Video selbst. Wir sind gerührt.
So endete dann auch schon fast ein wunderbarer Abend, den auch wir nicht so schnell vergessen werden. Man spürt einfach, dass Melanie das Publikum und ihren Job liebt. Bei ihr ist ihr Beruf nicht nur Beruf, sondern eine Berufung und Leidenschaft. Sie ist ein Ohrenschmaus, eine Augenweite und mit ihrer herzerwärmenden und erfrischenden Art ein rundum "Sorglospaket". Komm bald wieder.
https://youtu.be/IPJbDCFeJ8g (404)
DIE ART
Ein faszinierender Abend mit Brachial-Pop & Kräuterrock
Die noch junge, aber bereits sehr konzerterfahrene Dresdner Band WUCAN eröffnete den Abend mit der Darbietung ihres selbst ernannten Kräuterrock, der seine Anleihen im Metall als auch im Krautrock der 70-er suchte und fand. Das war auf alle Fälle deutlich mehr als nur ein gewöhnlicher Support, brachte die Band doch sogar einige ihrer weit angereisten Fans mit nach Lichtentanne.
Nach einem kurzen Umbau enterten dann die Jungs von DIE ART die Lichtentanner Bühne. An diesem Abend zwar nicht ihr erster Besuch bei Liederbuch, aber ihr erstes Konzert im Kulturzentrum Sankt Barbara. Ives Zandner hat die besondere Atmosphäre dieses Konzerts in seinen Bildern hervorragend eingefangen. MAKARIOS besondere Stimme, begleitet von der im Punk und Post-Punk wurzelnden Musik, präsentierte die unverkennbaren DIE ART Lyrics, eingebettet in einem fetten und absolut zeitgemäßen Sound. Thomas Guprechts virituos tobendes Gitarrenspiel setzte hier von Zeit zu Zeit zusätzliche Höhepunkte und sorgte für einen wahren Ohrenschmaus. Die Jungs machten ihrem Status als Kultband alle Ehre und begeisterten das zahlreich erschienene Publikum der SOUND BARBARA.
Nach dem Konzert waren sich alle einig - das hat eine Wiederholung verdient.